Landwirtschaft Diskussion "Agrarwende wozu?" in Wildeshausen

v.l.n.r.: Franz-Josef Dasenbrock, Eduard Hüsers, Hans-Joachim Janßen

Auf Einladung der Grünen in Wildeshausen nahmen Franz-Josef Dasenbrock (Vorsitzender des Ortslandvolkverbands Wildeshausen) und Hans-Joachim Janßen an einer sehr angeregten und produktiven Diskussion zum Thema "Agrarwende wozu?" teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Eduard Hüsers (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Oldenburger Kreistag) und Klaus Schultze (Sprecher des Grünen Ortsverbandes Wildeshausen).

Dabei widmeten sich die Teilnehmer in erster Linien den Themen Grundwasserschutz, Artenvielfalt und Tierwohl. Klar ist, dass die derzeit gemessenen Nitratwerte im Landkreis Oldenburg an der überwiegenden Zahl die zulässigen Grenzwerte übersteigt. Mit der neuen Düngeverordnung werden nun auch alle Stoffe bei der Düngung erfasst, die Stickstoffe enthalten. Ein erster Schritt zu besserer Kontrolle, dem noch weitere Maßnahmen folgen müssen, die gemeinsam mit den Landwirten erabeitet werden sollten.

Im Zusammenhang mit Lagerkapazitäten für die anfallende Gülle wurde auch darüber diskutiert, ob die Verringerung des Viehbestandes einen Beitrag zum Gewässerschutz und auch dem Tierwohl leisten könne. Franz-Josef Dasenbrock sieht einen Teil der Verantwortung bei den Verbrauchern, die durchaus Einfluss auf die Herkunft der Produkte nehmen können, wenn sie überwiegend regional einkaufen. Hans-Joachim Janßen plädierte dabei auch für eine Kennzeichnung von Fleischprodukten, wie sie für Eier bereits existiert. Dieses mehrstufige System (z.B. 0 für "ökologischer Anbau" bis 3 "Konventioneller Anbau nach Mindeststandards") würde zu mehr Transparenz für die Verbraucher und damit einer einfacheren Entscheidungsfindung beim Fleischkonsum führen.

Um die regionale Entwicklung der Landwirtschaft nicht nur Großbetrieben zu überlassen, sondern den Erhalt bäuerlicher Agrarstruktur zu gewährleisten, plant die rot-grüne Regierung eine Pachtpreisbremse. Damit soll verhindert werden, dass kleinere Betriebe im Konkurrenzkampf mit großen Unternehmen nicht untergehen.

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