Pressemeldung Nr. 22 vom

Gen-Mais: Feigheit zu Lasten von Umwelt und Landwirtschaft

 

Darum geht’s

Der EU-Ministerrat entscheidet heute (Dienstag, 11.Februar 2014) über die Zulassung des Anbaus der Gen-Maissorte Pioneer 1507. Der vom US-Hersteller Pioneer Dupont entwickelte Mais ist nicht nur resistent gegen ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel, sondern produziert auch selbst ein Insektizid, unter anderem gegen den Maiszünsler. Der Mais steht im Verdacht, auch anderen Insekten, wie etwa Schmetterlingen, zu schaden.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, agrarpolitischer Sprecher

„Mit seiner Enthaltung im EU-Ministerrat hat Landwirtschaftsminister Friedrich den Anbau dieser Gen-Maissorte in Deutschland erst möglich gemacht. Das ist feige. Wenn Herr Friedrich die Gentechnik auf unseren Feldern will, hätte er zustimmen und sich nicht wegducken sollen.“

„Die Gentechnik schadet der übergroßen Mehrheit unserer Bauern, weil es zu Auskreuzungen kommen kann, sobald in der Nähe Genpflanzen angebaut werden. Mit der zunehmenden Globalisierung auch von Nahrungsmittelmärkten, werden heimische Qualitätsprodukte, die garantiert ohne Gentechnik produziert werden, immer wichtiger. Statt auf Qualität, will Bundesminister Friedrich unsere Landwirtschaft auf den internationalen Wettbewerb trimmen. Damit ist schon Schwarz-Gelb in Niedersachsen gescheitert.“

Zum Hintergrund:

Nachdem im EU-Ministerrat weder eine Mehrheit für, noch gegen die Zulassung des Anbaus der Gen-Maissorte Pioneer 1507 zustande gekommen ist, wird die EU-Kommission entscheiden. Dass die Kommission den Anbau der gegen das Unkrautgift Glufosinat resistenten Maissorte zulassen wird, gilt als sicher.

Zurück zum Pressearchiv