Pressemeldung Nr. 35 vom

Tierschutzplan Janßen: Fachleute bestätigen das Konzept der Ringelschwanzprämie

Darum geht‘s

Auf der Grundlage einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat sich die Facharbeitsgruppe Schweine des Niedersächsischen Tierschutzplans in ihrer Sitzung vom 10. März 2015 mit der Machbarkeit des Ausstiegs aus dem routinemäßigen Kupieren der Schwänze von Schweinen befasst.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, agrarpolitischer Sprecher

„Trotz des umstrittenen Untersuchungsdesigns bestätigen die Fachleute, dass das Vorgehen der Landesregierung richtig ist, mit einer Prämie diejenigen Landwirte zu belohnen, die bereits vor einem Verbot auf das Amputieren der Schweineschwänze verzichten.“ 

„Der Verzicht setzt voraus, dass die Haltungsbedingungen deutlich optimiert werden und sich der Landwirt intensiv um seine Tiere kümmert. Das ist im Rahmen der Gewährung der Ringelschwanzprämie sichergestellt. Wer diesen Weg vorab freiwillig geht, soll dafür auch belohnt werden.“

„Es bestätigt sich, was wir immer gesagt haben: Beim Kupieren geht es um deutlich mehr als ein Stück Schweineschwanz – es geht um die gesamte Frage der tiergerechten Haltung.“

Zum Hintergrund

Allein die hohe Zahl von 54 Nachfragen aus der Facharbeitsgruppe zeigt, wie umstritten das Studiendesign ist. So wurden nicht alle Defizite in den Haltungsbedingungen untersucht. Hieraus erklären sich die zum Teil hohen Zahlen an Schweinen mit verletzten Schwänzen, wenn die Schwänze nicht kopiert werden. Der Ausstieg sei nur machbar, wenn die Haltungsbedingungen optimiert und die Schweine intensiv betreut werden, meinen die Fachleute. 

Der von der schwarz-gelben Vorgängerregierung im April 2011 vorgestellte Tierschutzplan sieht vor, nach dem Jahr 2016 die bisherige Praxis zu beenden, den Schweinen einen Teil des Schwanzes abzuschneiden, um zu verhindern, dass die Tiere sich gegenseitig die Schwänze abbeißen. Um diesen Verzicht in der Praxis zu erproben wurde die Tierärztliche Hochschule Hannover, Prof. Blaha, mit einer Studie beauftragt, die am 10. März 15 in der Facharbeitsgruppe Schwein des Tierschutzplans diskutiert wurde.

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